Eine Sterilisation dient der dauerhaften Empfängnisverhütung. Sie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen durchgeführt werden. Eine Sterilisation wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn ein ärztliches Gutachten darüber vorliegt, dass die Sterilisation aus medizinischen Gründen erforderlich ist und keine andere sichere Verhütungsmethode angewendet werden kann.
Bei einer Sterilisation des Mannes wird der Samenleiter durchtrennt (Vasektomie). Sie kostet ca. 400 bis 750 €.
Bei einer Sterilisation der Frau werden die Eileiter verschlossen oder durchtrennt (Tubenligatur). Sie kostet ca. 600 bis 1.000 €.
Weitere Informationen zur Durchführung, Sicherheit und den Auswirkungen einer Sterilisation finden Sie in der Broschüre "Sterilisation" von pro familia unter www.profamilia.de > Themen > Verhütung > Sterilisation.
Für die Kostenübernahme einer Sterilisation der Frau durch die Krankenkasse gelten folgende Voraussetzungen:
Beim Mann werden die Kosten einer Sterilisation nur in wenigen Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen, z.B. wenn die Partnerin aus medizinischen Gründen nicht schwanger werden darf, eine Sterilisation für sie lebensbedrohlich wäre und keine anderen sicheren Verhütungsmethoden in Frage kommen.
Sind zudem die Voraussetzungen der Hilfen zur Gesundheit (Gesundheitshilfe) erfüllt, können die Kosten im Rahmen der "Hilfe bei Sterilisation" vom Sozialamt übernommen werden.
Dient die Sterilisation der persönlichen Lebensplanung, müssen Versicherte die Kosten dafür selbst übernehmen.
Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit infolge der durch Krankheit erforderlichen Sterilisation besteht in der Regel Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankengeld.
Gynäkologen, Urologen, Krankenkassen oder das Sozialamt.
Fallbeispiel: Sterilisation bei rechtlicher Betreuung
Rechtsgrundlagen: § 24 b SGB V